"Der Verrücktheit der Welt

folgt der Ausdruck der Kunst."

geboren 1966 in Recklinghausen

aufgewachsen in Haltern am See

Studium und Tutoriat an der FH Dortmund

Schüler von Prof. Pitt Moog




1991 "Neues Altamira"/Zeche Waltrop
Ausstellungsbeteiligung (Musik- und Videoinstallation)  

1992 Abschluss als Diplom Designer (Grafik Design)

5/1994 "Pitt Moog et ses Elèves, Universitè de Picardie Jules Verne"
Ausstellungsbeteiligung 

seit 1995 selbständige Tätigkeit als Diplom Designer

2001 vorübergehender Verlust des Sehvermögens
und Rückzug in die Dunkelheit auf Grund einer Lichtallergie

seit 2005 "Deutsches Hygiene Museums Dresden"
Ausstellungsbeteilung an der Dauerausstellung (Dokumentation Irlen-Syndroms)

5/2010 "Schachtzeichen"
Ausstellungsbeteiligung (Aktionskunst "Sinnproduzenten der Gegenwart") 

8/2012 "Sommerfest der Grünen"/Recklinghausen
Aktionskunst "Sinnproduzenten der Gegenwart"

3/2013 "Verleihung des RWE-Klimaschutzpreises 2012" 
Projekt "Emil"

2014/15 "flüchtig?"/Altes Rathaus · Haltern am See
Konzeption, Organsitaion und Ausstellungsbeteiligung

9/2015 "Kulturzentrum Bahnhof Langendreer"/Bochum
Einzelausstellung

6/2016 "ExtraSchicht"/Herten, Zeche Schlägel und Eisen
Autorenbeteiligung/Lesung mit Christine Sommer und Martin Brambach

9. - 11.09.2016 "5. Revierkunst"/Altes Museum am Ostwall/Dortmund
Ausstellungsbeteiligung 

29.10. - 31.12.2016 "Kiosk Voll Kunst!"/Recklinghausen
Konzeption, Organisation und Ausstellungsbeteiligung

23.03. - 18.06.2017 "On Stage"/Rock'n'Pop Museum/Gronau
Ausstellungsbeteiligung (Gastkünstler)

1.5. - 16.9.2017 "Kiosk Voll Kunst!" und "Treibhaus Voll Kunst!"/Recklinghausen
Konzeption, Organisation und Ausstellungsbeteiligung

21.06.2017 - 10.10.2017 "Für mehr gegen"
Willy-Brandt-Haus/Recklinghausen"

Einzelaussstellung
eine Kooperation zwischen VHS und Kunsthalle Recklinghausen

23. - 25.6.2017 "6. Revierkunst" im Rahmen der "ExtraSchicht"/Zeche Ewald/Herten
Ausstellungsbeteiligung

29.6.2017 "1000 Jahre Recklinghausen, 1000 Gebete" / St. Peter / Recklinghausen
Autorenbeteiligung/Lesung mit Christine Sommer

10.03. - 8.04.2018 "Bienen. Neue Stachel!"/Recklinghausen
Konzeption und Ausstellungsbeteiligung, nach einer Idee von Christine Tschötschel

4/2018 "Wettbewerb: Künstlerische Gestaltung der neuen Unterführung Recklinghausen HBF"
Wettbewerbsbeteiligung (Idee, Konzeption und Entwurf)

10/2018 „Ich leuchte für ...“/Konzeptkunst

2.12. 2018 - 2.2.2019 „Wir hier“/Kunsthalle Recklinghausen
Ausstellungsbeteiligung


 

Der Recklinghäuser Künstler Markus Jöhring präsentiert mit seinen farbintensiven Arbeiten eine vordergründig naive, bisweilen verspielte Bilderwelt. Die eigensinnigen Wortschöpfungen der Bildtitel wie
z. B. „Vier nackte Männer im Quadrat sprechen ganz offen über Ökologie", entstanden in 2002, sind humorvolle Anspielungen auf gesellschaftliche und psychologische Phänomene.

Die künstlerische Auseinandersetzung mit aktuellen politischen Themen, wie z. B. Flucht („Wer nicht fliegen kann", 2014) oder der aktuellen Europakrise („Jesus spart für Griechenland", 2015), rückt der Künstler immer mehr in den Fokus seiner Arbeiten. 2003 entstand das Bild "Wanderschlangen über Wuppertal". Bereits hier findet eine Auseinandersetzung mit den Themen Flucht und Fremdheit statt. Die Themen Vereinzelung und Gruppe finden wir auch in dem Bild "1798 Windhunde warten auf besseres Wetter" aus dem Jahre 2013 wieder.

"Ich möchte mit meinen Arbeiten die Frage stellen, inwieweit die von uns verinnerlichten Bilder glaubhaft und wahrhaftig sind – nicht gegenüber der Gesellschaft, sondern gegenüber uns selbst, unserer ureigenen Wahrheit."

Eine persönliche Entfremdung hat Jöhring im Alter von 35 Jahren erfahren, nachdem seine visuelle Wahrnehmung auf Grund einer Lichtallergie fast vollständig zusammenbrach und er nur noch Bruchstücke seiner Umwelt in Grautönen wahrnehmen konnte. Jöhring gelang es nicht nur diese Erkrankung zu dokumentieren – nach seiner gesundheitlichen Stabilisierung, so scheint es, betrachtet Jöhring die Welt detaillierter, hinterfragt vertraute Bilder und ergründet hinter dem Schein Unbeachtetes, Vergessenes.

Sich wiederholende Bildelemente lassen dabei auch seine fragmentierte, visuelle Wahrnehmung erahnen. Die unruhige Struktur in dem Bild „Die Nervensäge" aus 2014 drückt eine innere Befindlichkeit, die Hyperaktivität eines hochsensitiven Menschen aus, der Licht als schmerzvolle Reizung erlebt und die Außenwelt permanent in Bruchstücken sieht.

Seine Bildsprache ist authentisch, unvermittelt und zuweilen pedantisch, wenn sich z. B. ein Bildmotiv auf einer Leinwand unzählige Male wiederholt. Jöhring versteht den so entstandenen Schwarm als Sinnbild unserer Gesellschaft, in der sich der einzelne Mensch beheimatet oder verloren fühlt. Die Arbeiten von Markus Jöhring berühren den Betrachter, nicht nur, weil er Tragödie mit Komödie verbindet – die Authentizität machen sie glaubhaft.

 

Dipl.-Des. Markus Jöhring  ·  0 23 61 - 10 86 46

 

 

 

 

   

  

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